Wider der rechten Landnahme – Nazipropaganda und Übergriffen entgegen treten!

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Das Bündnis gegen Rechts Marburg schildert in einer Pressemitteilung die in letzter Zeit vermehrt auftrerende Nazipropaganda in der Stadt Marburg. Zusätzlich kommt es zu Sachbeschädigungen durch Marburger Burschen und Identitäre. Dabei nimmt die Burschenschaft Germania Marburg eine zentrale Rolle ein. Lest hier die ganze Stellungnahme des BgR: https://buendnisgegenrechtsmarburg.home.blog/2019/07/12/pm-wider-der-rechten-landnahme-nazipropaganda-und-ubergriffen-entgegen-treten/

Meldet faschistische Aktivitäten, die ihr beobachtet, bei eurer lokalen Antifa Gruppe!

20.7.: Alle nach Kassel! – Naziaufmarsch verhindern!

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Gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechts Marburg rufen wir euch dazu auf, den Naziaufmarsch in Kassel nicht unkommentiert zu lassen. Die GenossInnen der Gruppe TASK aus Kassel haben dazu ein Statement verfasst: https://task.noblogs.org/post/2019/07/06/geplanter-naziaufmarsch-am-20-juli-2019/

Aus Marburg wird es am Samstag eine gemeinsame Zuganreise zu den Gegenprotesten geben. Treffpunkt ist um 8 Uhr am Marburger Hauptbahnhof!

 

Vortrag: Wider dem Genderismus

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Wir freuen uns auf den Vortrag und anschließende Diskussion mit Juliane Lang über ‘Extrem rechte Geschlechterpolitiken und ihre Bezüge zur Mitte der Gesellschaft’. Die Veranstaltung findet im Café am Grün (Am Grün 28) am Donnerstag den 11. Juli um 20:30 statt.

"Wider den Genderismus" - Extrem rechte Geschlechterpolitiken und 
ihre Bezüge in die Mitte der Gesellschaft“


Die extreme Rechte wähnt sich im Kampf gegen „Genderismus“ und 
Feminismus“ – und verspricht sich hiervon Wähler*innenstimmen und 
den Anschluss an Diskurse in der sog. „Mitte der Gesellschaft“. 
Dabei bewegen sich extrem rechte Akteure schon lange in einem Fahr-
wasser mit Familienpopulist*innen und Antifeminist*innen unter-
schiedlicher politischer Couleur: „Besorgte Eltern“, Maskulisten,
fundamentalistische Christ*innen und nicht zuletzt Teile der 
bürgerlich-konservativen Presse scheinen sich einig in der Ab-
lehnung der gelebten Vielfalt geschlechtlicher, sexueller und 
familialer Lebensweisen.

Juliane Lang, Teil des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechts-
extremismus und ausgewiesene Expertin im Themenfeld, diskutiert 
Bezüge extrem rechter Geschlechterpolitiken in die sog. Mitte der 
Gesellschaft. Inwieweit gelingt es der extremen Rechten, direkt 
oder indirekt Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse zu nehmen? 
Und wie können Antworten von links aussehen, die den Dynamiken im 
rechten Feld begegnen?

Kommt zahlreich!

Das verstohlene Bekenntnis des Marburger SDS zur antisemitischen BDS-Kampagne

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Wir teilen die Kritik des Bündnis gegen Anitsemitismus Marburg an der geplanten Veranstaltung des SDS Marburg mit Nirit Sommerfeld und dokumentieren als unterstützende Gruppe die komplette Stellungnahme:

 

Das verstohlene Bekenntnis des Marburger SDS zur antisemitischen BDS-Kampagne

Gerade jährte sich zum 50. Mal, dass der Sozialistische Deutsche Studentenbund SDS den Botschafter des Staates der Shoa-Überlebenden Asher Ben-Natan bei seinem ersten Besuch in der BRD in Frankfurt am Main gnadenlos niederbrüllte. Auch in anderen Städten und Universitäten Deutschlands wurde versucht, Ben-Natan das Leben zur Hölle zu machen.[1]Blind für die simple Tatsache, dass hier Nachfahren deutscher Täter schon wieder Juden aus deutschen Universitäten zu jagen versuchten, beteiligt der auch der heutige SDS[2]im falschen Bewusstsein moralischer Überlegenheit an der Verbreitung antisemitischer Propaganda.
Jetzt hat der Marburger SDS Nirit Sommerfeld eingeladen, die am 4. Juli aus ihrem Leben erzählen soll. Sommerfeld ist eine drittklassige Schauspielerin und Musikerin, die sich auf die Fahnen schreibt „Jüdin, Israelin [und] Deutsche“ zu sein und deshalb allen Ernstes glaubt, keine antisemitischen Positionen vertreten zu können. Schon der Titel der Veranstaltung – „Daheim entfremdet. Erkenntnisse aus meinem Mutterland, der ‚einzigen Demokratie im Nahen Osten‘ als Besatzerstaat“ – verrät jedoch, dass Sommerfeld die Lüge verbreiten wird, Israel sei keine Demokratie[3]und dessen Existenzrecht mit der Bezeichnung als „Besatzerstaat“ infrage stellt.
Ein kurzer Blick darauf, welche Positionen Sommerfeld vertritt, lässt keinen Zweifel daran, dass ihre Erzählungen einseitig alle Aggressionen dem Staat Israel zuschreiben und antisemitischen Terror verschweigen oder gar als bloßen „Ausdruck der Verzweiflung und Ohnmacht“[4]legitimieren. Alle Ursachen für Gewalt werden dogmatisch auf der Seite Israels verortet – die damit einhergehende Dämonisierung Israels, des „Juden unter den Staaten“, ist antisemitisch. Damit kommt Sommerfeld auch bei der verschwörungsfantasierenden Querfront gut an: Auf Plattformen wie „Rubikon“[5]und „Nuoviso.tv“[6]schwadroniert Sommerfeld unter den Titeln „der Apartheidstaat“[7]oder „Wikipedia – die Wahrheit hinter der ‚Wahrheit‘“[8]über Israel und die allmächtige „Israellobby“, den aktuellen Wiedergänger der jüdische Weltverschwörung.
Natürlich versteht Sommerfeld selbst sich nicht als Antisemitin; doch das zeigt einzig und allein, dass weder sie noch der SDS im Ansatz verstehen, was Antisemitismus ist: Ungetrübt von 90 Jahren Antisemitismusforschung erklärt Sommerfeld, man müsse bloß „erkennen, dass Antisemitismus eine Form von Rassismus ist, nicht mehr und nicht weniger“.[9]
Auf ihrer Website[10]macht Sommerfeld aus ihrem antisemitischen Welt- und Israelbild keinen Hehl: Direkt auf der Startseite findet sich das 2017 entstandene Lied „Alles Schein“. In dieser musikalischen Zumutung projiziert sie eine erstaunliche Bandbreite antisemitischer Stereotype auf den Staat Israel: Die Zeile „Du folterst gnadenlos, sperrst Kinder ein, du tötest“ stellt den jüdischen Staat nicht bloß als böse und sadistisch dar, sondern spielt sogar die antisemitische „Kindermörder“-Karte. Dem Lied zufolge lügt der Staat Israel geradezu pathologisch, betrügt, ist gierig, eitel und gefühllos, verdirbt Kinder und „knebelt“ den Verstand selbst der Erwachsenen – alles Attribute, die Antisemit*innen „dem Juden“ zuschreiben. Israel wird vorgeworfen, dass „an jeder Ecke ein Gewehr“ steht, ohne jedoch darauf hinzuweisen, dass der Grund für die drastischen Sicherheitsmaßnahmen der fortwährende Terror fanatischer palästinensischer Antisemit*innen ist, die Sommerfeld in ihrem Fanatismus noch befeuert. Selbst für das völkisch-antisemitische Motiv, dass alle Völker nur „Frieden, Freiheit und Glück“ wollen und dass allein Israel, der einzige jüdische Staat der Welt, dieser Utopie im Weg stehe, ist sich Sommerfeld nicht zu schade.
Es ist kein Zufall, dass der SDS ausgerechnet jetzt diese Veranstaltung organisiert hat. Sie ist vor dem Hintergrund zweier Resolutionen zu sehen, die den antisemitischen Charakter der BDS-Bewegung unterstreichen und festhalten: Neben dem deutschen Bundestag[11]hat auch der FZS (Freier Zusammenschluss von Student*innenschaften) kürzlich eine längst überfällige Resolution verabschiedet, die den antisemitischen Charakter der Boykottkampagne „BDS“ klar benennt und folgerichtig die Kooperation mit dieser verweigert. Der SDS ist als einzige Hochschulgruppe nicht der Aufforderung des FZS nachgekommen, diese Resolution zu unterschreiben.[12]
Zwar wagt es der SDS derzeit nicht, sich öffentlich zu BDS zu bekennen, die Einladung von Nirit Sommerfeld ist jedoch als deutliches Bekenntnis zur antisemitischen BDS-Kampagne zu werten: Auch wenn Sommerfeld sich explizit nicht als BDS-Aktivistin bezeichnet, verteidigt und bewirbt sie jedoch die Boykottbewegung bei jeder Gelegenheit, kauft nach eigenen Angaben keine israelischen Produkte und unterzeichnete nicht zuletzt 2010 die „Stuttgarter Erklärung“[13], das Gründungsdokument von BDS in Deutschland. Sommerfeld retweetet BDS-Tweets und freute sich mit BDS, als der brasilianische Musiker Gilberto Gil auf Druck von BDS ein Konzert in Israel abgesagt hatte.[14]BDS-Versteherin, Israel-Boykotteurin und Unterzeichnerin des Kick-Off-Dokuments der deutschen BDS-Bewegung – was braucht es mehr, um sich das Label „BDS-Aktivistin“ zu erarbeiten?[15]
Diese Veranstaltung ist eine weitere Schande in der langen Liste der antisemitischen Irrfahrten des SDS[16] und eine kaum verborgene Solidaritätserklärung mit der antisemitischen BDS-Kampagne. Seit über 50 Jahren steht das Label SDS für antisemitische Agitation und offensichtlich sind die Verantwortlichen weder fähig noch willens dazu, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen.
Bündnis gegen Antisemitismus Marburg
Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Mittelhessen
Offenes Antifa-Treffen Marburg
Linke Fachschaft Marburg
SJ – Die Falken Marburg
Antirassistische & Antifaschistische Initiative Gießen
Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Kassel
Studentische Initiative gegen Antisemitismus Gießen
Antifaschistisches Kollektiv 069
Antifa Estintore
Antifaschistisches Kollektiv: Raccons
[2] Der 2007 gegründete Sozialistisch-demokratische Studierendenverband knüpft mit dem Akronym SDS bewusst an den 1970 aufgelösten Sozialistischen Deutschen Studentenbund SDS an.
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Demokratieindex. Israel lag 2018 auf Platz 30, einen Platz hinter Frankreich und vor Ländern wie Belgien (31), Italien (33), Griechenland (39), Polen (54) und Kroatien (60)
[4] https://www.bib-jetzt.de/ Sommerfeld ist Geschäftsführerin von BIB.
[5] https://www.rubikon.news/, siehe insb. die Rubrik „Fassadendemokratie und tiefer Staat“.
[9] Siehe den Link in Fußnote 15. Nachhilfe diesbezüglich findet man etwa bei der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37945/antisemitismus?p=all

 

Die Veröffentlichung erfolgte auf der Facebookseite des BgA Marburg: https://de-de.facebook.com/notes/b%C3%BCndnis-gegen-antisemitismus-marburg/das-verstohlene-bekenntnis-des-marburger-sds-zur-antisemitischen-bds-kampagne/1739886262811357/

Veranstaltungshinweis: Genosse Muslimbruder

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Mittwoch 10.07.2019; 19 Uhr
Ralf Fischer: Genosse Muslimbruder
Hörsaalgebäude (Biegenstraße 14)
Raum +1/0030

Das Bündnis gegen Antisemitismus Marburg veranstaltet einen sapnnenden Vortrag über die Muslimbruderschaft, eine Organisation, die dem islamistischen Spektrum zuzuordnen ist. Der Vortrag wird auch die Verstrickung der Muslimbrüder mit der SPD aufzeigen, welche auch in Marburg zu spüren ist. Eine detailierte Beschreibung ist hier zu finden: https://de-de.facebook.com/events/427394334778169/

Wir unterstützen diese Veranstaltung und freuen uns euch dort zu sehen!

 

 

Am 1. Mai nach Erfurt! Den rechten Vormarsch beenden!

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Wir rufen dazu auf, am 1. Mai gemeinam nach Erfurt zu fahren, um den rechten Vormarsch zu beenden! Es wird eine koordinierte Busanreise ab Marburg geben, Ticketverkauf beim Mobivortrag und im Buchladen Roter Stern.

Mobivortrag: 25.3 20:30 Cafe am Grün


Aufruf

Es gibt keine Alternative zu Schnauze voll!
Den rechten Vormarsch beenden!

Am 1. Mai 2019 wollen die ostdeutschen Landesverbände der AfD in Erfurt ihren Wahlkampfauftakt für die kommenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen abhalten. Für diesen Aufmarsch mobilisiert die Partei bundesweit und erhofft sich 10.000 Teilnehmer*innen. Das heißt für uns: wir gehen zusammen auf die Straße, treten rechtem Gedankengut entschieden entgegen und stehen für eine solidarische Gesellschaft ein.

Erfurt wurde von der AfD nicht willkürlich ausgewählt. Die »Erfurter Resolution« aus dem Jahr 2015 und die daraus resultierende Gründung des völkisch-nationalen »Flügels« um Björn Höcke hat die Faschisierung der AfD erfolgreich vorangetrieben. Der darauffolgende Zuwachs in der Wähler*innenschaft hat das bereits vorhandene menschenfeindliche Potential in breiten Teilen der Gesellschaft sichtbar gemacht: Rassistische, nationalistische und sexistische Politik findet in der Bevölkerung breiten Zuspruch. 2015 bis 2017 zeigte sich dies unter anderem bei wöchentlichen AfD-Aufmärschen mit bis zu 5.000 Teilnehmer*innen. Dabei suchten rechte Bürger*innen den Schulterschluss mit bekannten Nazi-Kadern und rechten Hooligans. Im Zuge dieser Demonstrationen kam es immer wieder zu Angriffen auf Gegendemonstrant*innen.

Die AfD hat es geschafft, durch ihre Rhetorik sowohl auf der Straße, als auch in den Medien und im Parlament den Diskurs stark zu beeinflussen. So wird zunehmend das Bild einer ständigen Bedrohung durch Migrant*innen, den “Genderwahnsinn” und “Linksextremist*innen” gezeichent. Rassismus wird in der politischen Debatte wieder offen ausgesprochen. Gleichzeitig werden rechter Terror und Angriffe mit der “persönlichen Betroffenheit der Täter” erklärt und nicht als rassistisch und rechtsextrem benannt.
Die von der AfD vorangetriebene Entgrenzung der Sprache beeinflusst so die politische Debatte. Und auch inhaltlich forciert die AfD konsequent die Verschiebung des gesellschaftlichen und politischen Diskurses nach rechts. Bis in die Partei »Die LINKE« hinein werden mittlerweile eine rassistische Migrations- und Asylpolitik und die Abschottung Europas als Lösungen für gesellschaftliche Probleme angeboten – seien es die Krise des Sozial- und Wohlfahrtsstaats, patriarchale Gewalt oder Krisen auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt.
Dass die AfD mittlerweile in allen Parlamenten sitzt, ermöglicht ihr, menschenfeindliche Positionen demokratisch legitimiert zu vertreten. Mit jedem Einzug in ein weiteres Parlament wuchsen für die Partei auch die Möglichkeiten der parlamentarischen Kontrolle und der Überwachung von Linken und politischen Gegner*innen sowie die Gestaltungsmöglichkeiten rassistischer und sexistischer Gesetze und Verordnungen.
In Thüringen geschieht dies alles mit dem Rassisten Björn Höcke als Spitzenkandidat, der sein menschenverachtendes Weltbild offen zur Schau trägt. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – hat die Partei gute Chancen darauf, stärkste Kraft in Thüringen zu werden. Das bedroht auch ganz konkret Errungenschaften wie Frauenzentren, Aufklärungsprojekte, Fördermittel für queere und antirassistische Projekte und vieles weitere.

Den Ursachen der oben genannten Krisen wird nicht weiter auf den Grund gegangen. Wir sehen diese Ursachen im Kapitalismus. Im Kapitalismus zählt nur, was Profit erwirtschaftet. Soziale Dienste, angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen sowie Klima- und Umweltschutz sind dagegen Kostenfaktoren und mindern den Profit. Fehlt die Gegenwehr, wird an diesen Stellen gespart, so lange es geht. Die Krise ist also ein logisches und regelmäßig auftretendes Resultat der Profitmaximierung. Sexismus und Rassismus helfen dabei, soziale Ungleichheit zu legitimieren und Arbeitskräften ihren Platz im System zuzuweisen. Die AfD will dies noch verschärfen: Sie bietet um so mehr Rassismus und Sexismus, einen autoritären Staat und weniger Rechte für Arbeiter*innen. Dadurch wird keine*r am Ende mehr Lohn, eine günstigere Wohnung oder ein schöneres Leben haben. Alles, was die AfD verspricht, ist das beruhigende Gefühl, von Deutschen ausgebeutet zu werden und auf Ausgegrenzte herabschauen zu können. Von diesen reaktionären Krisenlösungen haben wir die Schnauze voll!

Um dagegen auf eine solidarische Gesellschaft hinzuarbeiten, setzen wir uns jeden Tag in verschiedenen Kontexten gegen den Rassismus, Faschismus und Antisemitismus dieser Gesellschaft ein. Wir leisten Stadtteilarbeit, engagieren uns gegen den Klimawandel und führen antikapitalistische sowie feministische Kämpfe. Was wir brauchen ist ein gesellschaftlicher Wandel, den wir solidarisch aushandeln und gemeinsam umsetzen müssen. Der nationale und völkische Kapitalismus der AfD ist für uns keine Alternative!

Deshalb wird der 1. Mai für uns ein Tag, an dem wir gemeinsam kämpfen – für eine Welt, in der alle ein gutes Leben haben – heute und über Generationen hinweg. Wir werden viele sein und wir werden vielfältig und konsequent stören. Dafür brauchen wir Dich! Komm am 1. Mai nach Erfurt und bring deine Freund*innen (in Bezugsgruppen) mit! Denn vielfältige Aktionen brauchen viele Menschen!

Los geht es schon am Vorabend mit einer Demonstration, einem Info-Abend, Küfa (Küche für Alle) und einer Schlafplatzbörse.

https://schnauzevoll.noblogs.org

 

 

Redebeitrag Deutsche Burschenschaft 16.3 Eisenach

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Folgender Redebeitrag zur Deutschen Burschenschaft wurde von Antifaschist_innen aus Marburg bei der antifaschistischen Demonstration “Die Wartburgstadt ins Wanken bringen” am 16.3 in Eisenachgehalten.

Liebe Genoss_innen, liebe Freund_innen, liebe Antifas aus der Ferne und vor allem: liebe stabile Eisenacher_innen!

Wir freuen uns sehr, mit Euch heute auf der Straße sein zu können. Es ist toll zu sehen, dass ihr alle hier seid, denn es ist bitter nötig, dass in diese Region geschaut wird und vorallem, dass die Menschen, die sich hier vor Ort gegen die kalten deutschen Zustände wehren, Unterstützung bekommen. Denn Eisenach ist schon auf ganz besondere Weise abgefuckt.

Nicht genug, dass sich alle permanent in Acht nehmen müssen, die nicht in das Weltbild der ansässigen militanten Nazis passen. Einmal im Jahr, nämlich eine Woche nach Pfingsten, rückt auch noch ein saufender, gewalttätiger Männerbund aus ganz Deutschland und Österreich in die Stadt ein und veranstaltet hier sein Jahrestreffen samt Fackelmarsch. Ihr denkt es Euch sicherlich schon, die Rede ist von der Deutschen Burschenschaft.

Das sind hier in Eisenach natürlich keine großen Neuigkeiten. Bereits vor einigen Jahren gab es regelmäßig feministischen und antifaschistischen Protest gegen das Jahrestreffen des größten burschenschaftlichen Dachverbands. Seit der letzten Demo sind fünf Jahre vergangen, inzwischen ist viel passiert. Wir wollen Euch einen kurzen Abriss darüber geben, und klar machen, warum die Deutsche Burschenschaft und alle ihrer Mitgliedsbünde auf die Feindesliste aller emanzipatorischen Kräfte gehört. Doch alles der Reihe nach.

Was sind Burschenschaften eigentlich?

Burschenschaften sind ein Zusammenschluss von ausschließlich männlichen Studenten, die sich selbst die Ausbildung einer vermeintlichen Elite auf die Fahne geschrieben haben. Sie haben strikte Hierarchien, die Mitgliedschaft gilt auf Lebenszeit, wobei die Alten die Jungen finanzieren, und die Erziehung ist sehr autoritär.

Männliche Herrschaft und die Aufrechterhaltung des Patriarchats haben einen hohen Stellenwert bei den Burschen und die Erziehung zum Mann spielt eine große Rolle. Ein Beispiel dafür ist das Fechten, das sogenannte Schlagen der Mensur. Dabei geht es nicht um sportliche Aspekte, nicht darum, dem Säbel des Gegenübers geschickt auszuweichen. Im Gegenteil: Man zuckt nicht zurück und lässt sich eher verletzen, als dem Kopf weg zu ziehen. Das Ergebnis davon sind große Narben am Kopf und im Gesicht. Ziel der Erziehung ist, Härte gegen sich selbst zu üben, um dann hart gegen andere sein zu können.

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Studentenverbindungen. Burschenschaften sind eine davon. Sie verstehen sich selbst explizit als politisch und stehen als Organisation in einer Tradition nationalistischer und autoritärer Politik. Seit jeher gelten als Scharnier zwischen der extremen Rechten und dem konservativem Spektrum der Politik. Sie unterstützten in Deutschland seit über 200 Jahren den Rechtsruck: Ob in den 1920er Jahren, als sie kommunistische Organisierungen zerschlugen und streikende Arbeiter_innen ermordeten, vor und während des Nationalsozialismus, den sie tatkräftig unterstützen, oder aktuell in der rassistischen Mobilisierung. Gegenwärtig ist die Deutsche Burschenschaft ein zentraler Knotenpunkt im Netzwerk der Rechten in Deutschland.

Die Deutsche Burschenschaft ist der größte Dachverband der Burschenschaften. Ihm gehören heute noch etwas über 70 Mitgliedsbünde in Deutschland und Österreich an. In 2011 waren es noch gut doppelt so viele. Moment – könnte man da denken – wenn das Ding Deutsche Burschenschaft heißt, was machen dann die Österreicher darin? Hier kommen wir schnell zum Kern des Streits, der über die Hälfte der Mitgliedsbünde zum Austritt brachte: Die Frage, wer in den Augen der Burschen als Deutscher anerkannt wird.

Die Nachkriegsgeschichte der Deutschen Burschenschaft ist eine Geschichte des Grabenkampfes zwischen dem offen völkischen Flügel und den sich als liberal verstehenden Bünden. Der völkische Flügel organisierte sich bereits Mitte der 1950er Jahre in der sogenannten Burschenschaftlichen Gemeinschaft und konnte damit seine Politik innerhalb des Verbands viel besser koordinieren und durchsetzen. 1971 setzte die Burschenschaftliche Gemeinschaft in einem Kompromiss durch, dass österreichische Bünde aufgenommen werden konnten. Die Österreicher gehören mehrheitlich zum völkischen Flügel, der damit erheblich gestärkt wurde. 1996 diskutierte der Dachverband, ob er die deutschen Grenzen anerkennen sollte, oder ob man die Ostgebiete weiter zurück fordern sollte. Einige Verbindungen traten aus und gründeten einen neuen Dachverband, die Neue Deutsche Burschenschaft. Der größere Teil der sich als liberal verstehenden Bünde schien aber weiter die Vorteile des großen und gut vernetzten Männerbundes behalten zu wollen. Die darauf folgenden anderthalb Jahrzehnte bemühte sich der Verband um Burgfrieden. Kritiker wurden klein gehalten und mit Verweis auf den Ruf des Verbandes ausgegrenzt. Immer wenn bekannt wurde, dass Burschen in Naziorganisationen aktiv waren oder die Mitgliedsbünde politische Skandale produzierten, wurde verschwiegen und beschwichtigt.

2011 allerdings wurden die Zerwürfnisse zu groß. Es wurde ein Antrag von Vertretern der Burschenschaftlichen Gemeinschaft für den Burschentag vorbereitet, der besagte, dass nur Mitglied in der Deutschen Burschenschaft werden dürfte, wer eine Zitat Europäische Gesichts- und Körpermorphologie aufweise. Eins a Rassekunde bei der Deutschen Burschenschaft. Der in der Presse als „Ariernachweis“ bekannt gewordene Antrag wurd zwar nicht gestellt, aber der Ruf war ruiniert. In den folgenden Jahren beschlossen dann gut die Hälfte der Bünde, den Dachverband zu verlassen. Der völkische Flügel in der Deutschen Burschenschaft hat den Streit gewonnen. Alle Bünde, die jetzt noch im Dachverband verblieben, sind sich der politischen Ausrichtung bewusst, sie sind offene Faschisten oder sympathisieren mit ihnen.

Die Deutsche Burschenschaft war in der Krise: weniger Mitglieder bedeuten weniger Einfluss, weniger Verbindungen in Politik und Wirtschaft und vor allem weniger Geld für den Verband. Der Verband konnte nun aber auch offen und ohne Rücksicht auf vermeintliche liberale seine rassistische und nationalistische Politik vertreten.

Die AfD stand 2014/2015 nach ihren Spaltungen vor ähnlichen Problemen, hatte aber durch den Einzug in diverse Landtage und Kommunalparlamente Ressourcen im politischen Business. Eine gute Gelegenheit für die deutsche Burschenschaft ihren Einfluss wieder zu verstärken und ihren Mitgliedern gute Karrieaussichten zu geben als Abgeordnete, Mitarbeiter oder Angestellte der Fraktionen. Mittlerweile rühmt sich die Deutsche Burschenschaft damit, die Ausbildungsorganisation für die AfD zu sein. Um die eigenen Leute zu überzeugen, lud die Deutsche Burschenschaft Götz Kubitschek als Festredner ein, der die Leute auf ihre Rolle ein schwören sollte.

2015 wurde in der Presse diskutiert, ob die AfD nun von rechten Burschen unterwandert würde. Wie meistens, wenn von Unterwanderung die Rede ist, ist die Analyse falsch. Vielmehr war der Aufbau der AfD und die Rettung der Deutschen Burschenschaft aus ihrer Krise ein Projekt der völkischen Flügel beider Organisationen. Der völkische Flügel innerhalb der AfD sieht die Partei als parlamentarischen Arm der rechten Sammlungsbewegung, die sich in den letzten Jahren in Deutschland formiert hatte. Zu ihr gehören die AfD in den Parlamenten, die Identitären in den Sozialen Netzwerken, die rassistischen Mobilisierungen auf der Straße, Infrastrukturprojekte wie die Spendensammelorganisation Einprozent und rechte Thinktanks wie das Insititut für Staatspolitik. An dieser Stelle kurz ein fettes, fettes Dankeschön an die Genoss_innen, die sich immer wieder die Scheiße in Schnellroda geben!

Die Burschenschaften sind für das Netzwerk der Sammelbewegung aus unterschiedlichen gründen wichtig. Sie sind darin aktiv, als Abgeordnete und Mitarbeiter in der AfD, als Aktivisten bei den Identitären, deren Struktur vor allem in den Unistädten liegt, als Anheizer bei den rassistischen Demos und als Redner bei den internen Zusammenkünften wie bei Kubitschek in Schnellroda. Sie stellen unkündbare Räume für Veranstaltungen zur Verfügung, wie zum Beispiel kürzlich in Marburg, als Alain de Benoist, den Shooting Star der sogenannten Neuen Rechten, bei der Marburger Burschenschaft Germania redete. Sie sind europaweit mit den faschistischen Kräften bestens vernetzt, ob Asov in der Ukraine oder Casa Pound in Italien.

Gerade in der Anfangszeit distanzierte sich die AfD noch von den Identitären, um ihr bügerliches Image nicht zu gefährden. Gerade in der Phase war die deutsche Burschenschaft als Organisierung und Begegnungsort wichtig, denn wer zusammen gekotzt, geschwitzt und geblutet hat, den interessieren auch formale Trennungsbeschlüsse nicht.

Mittlerweile ist völlig klar: Sowohl die AfD als auch die Deutsche Burschenschaft sind Nazis. Niemand muss sich mehr verstecken, die Karten liegen auf dem Tisch.

Eisenach ist für die Burschen ein wichtiger Ort. Hier oben auf dem Berg steht ihr Denkmal, das jedes Jahr Ziel des Fackelmarsches ist. Mittlerweile dürfen sich die Burschen nicht mehr auf der Wartburg treffen und ihr Burschentag muss außerhalb statt finden. Dennoch fühlen sich die Burschen in Eisenach zuhause. Hier in der Löberstraße 14 sind das Sekretariat der Deutschen Burschenschaft und der Denkmalerhaltungsverein ansässig.

Der antifaschistische und feministische Kampf gegen die Burschenschaften kann nur gemeinsam passieren. Die Naziburschen sind oft vor ihrem Studium in ihren Heimatorten aktiv, sie organsieren sich dann in den Unistädten, machen in Eisenach Verbandspolitik und ziehen danach meistens ihren Jobs hinterher. Der Austausch und die Recherche von Infos, wo die einzelnen Burschen aktiv sind, ist dabei ebenso unerlässlich wie die Analyse der Organisationsform. Nur manchmal schlagen die Burschen selbst zu, wie bei der Normannia in Kahla oder der Marbuger Germania, sie sind aber auf allen Ebenen an der Diskursverschiebung der rassistischen Mobilisierung beteiligt. Sie wollen die Elite sein für den rassistischen Mob auf der Straße.

Die Deutsche Burschenschaft ist als Organisation für die rechte Sammlungsbewegug immer noch ein Schwachpunkt: Es gibt, besonders bei den Ehemaligen- den sogenannten Alten Herren- immer noch viele in den bürgerlichen Parteien CDU, CSU, der FDP. Männer in den Ministerien, in den Behörden und in den Gerichten. Das ist ein Grund, weshalb der Verfassungsschutz den Burschenschaften sehr nahe steht und nur einzelne Burschenschaften beobachtet werden. Hier gibt es zum einen Potenzial zur Skandalisierung, zum anderen wird klar, dass eine emanzipatorische Linke niemals im Kampf gegen Nazis auf den Staat bauen darf.

Nehmen wir es selbst in die Hand – Rechte Netzwerke zerschlagen, in Eisenach und überall!

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